Öl auf Leinwand;
80 x 97 cm; gerahmt;
Die Landschaftsarbeiten des Malers Friedrich Ludwig bestechen durch eine außergewöhnliche Farbenpracht und gehören zum Kreis der zu Unrecht „Verlorenen Expressionisten“. Nach seiner endgültigen Ansiedlung in Berchtesgaden im Jahr 1954 rückt vor allem die monumentale Kulisse der bayerischen Bergwelt in das Zentrum seines Schaffens. In diesen reifen Werken verewigte er alpine Motive wie den Watzmann, den Königssee oder die Königsbachalm in schwungvollen Kompositionen. Als exzellenter Kolorist nutzte er – geprägt durch seine Studienzeit an der Pariser Académie Julian – eine intensive, leuchtende Farbpalette. Besonders seine tief verschneiten Winterlandschaften und die berühmten blauen Bergdarstellungen zeugen von einer radikal vereinfachten, magischen Modernität. Da seine Arbeiten während des Nationalsozialismus als „undeutsch“ diffamiert und mit einem Malverbot belegt wurden, geriet sein Œuvre lange Zeit aus dem Blickfeld der Öffentlichkeit. Seine kraftvollen Naturvisionen wurden erst ab 1984 kunsthistorisch wiederentdeckt und erfahren seither eine stetig wachsende Würdigung. Heute gelten diese expressiven Landschaften als gesuchte Raritäten, die das alpine Lebensgefühl in reiner Emotion einfangen