Gouache und Kohle auf Karton;
Nachlassstempel Verso, Etikett mit Beschriftung Verso;
53 x 46 cm; gerahmt;
Dieses atmosphärische, fein nuancierte Werk des bedeutenden österreichischen Landschaftsmalers Rudolf Ribarz dokumentiert auf eindrucksvolle Weise den für ihn charakteristischen Übergang von der akademischen Tradition hin zum mitteleuropäischen Stimmungsimpressionismus. Ribarz, der an der Wiener Akademie bei Albert Zimmermann gemeinsam mit Emil Jakob Schindler und Robert Russ studierte, widmete sich zeitlebens der unverfälschten Freilichtmalerei.
Die Komposition rückt die hölzerne, leicht verwitterte Architektur einer alten Mühle in Hartenstein in eine reizvolle Nahansicht. Mit sicherem Auge für Texturen kontrastiert der Künstler die geometrisch gefügten Holzplanken des Mühlenbaus mit der wilden, unberührten Natur. Das Spiel von Licht und Schatten auf den Holzelementen sowie die meisterhafte Wiedergabe des dörflich-idyllischen Sujets zeugen von Ribarz' tiefem Verständnis für den französischen „paysage intime“, den er während seines langjährigen Paris-Aufenthalts perfektionierte. Ein museales, lyrisches Kabinettstück österreichischer Pleinairmalerei von hoher malerischer Qualität.