Aquarell;
Signiert und datiert links unten;
45,5 x 53 cm; gerahmt;
In den neusachlichen Arbeiten von Willi Geiger weicht der wilde Expressionismus einer nüchternen Realitätsbetrachtung, bei der er insbesondere in seinen Landschaftsbildern der 1920er- und 1930er-Jahre ein sehr mystisches, gedämpftes Kolorit entwickelte. Anstatt emotionaler Farbexplosionen nutzte Geiger in dieser Schaffensphase eine beruhigte, ordnungsuchende Bildstruktur, um die schwermütige Atmosphäre und die unbändige Kraft der Natur über den Menschen greifbar zu machen. Seine neusachlich geprägten Landschaften und sozialkritischen Porträts spiegeln die kollektive Ernüchterung nach dem Ersten Weltkrieg wider und faszinieren durch eine eigentümliche, magisch-realistische Tiefenwirkung.
Normalbesteuert