Öl auf Leinwand;
Monogrammiert und datiert rechts oben;
70 x 51 cm; gerahmt;
Der deutsche Maler und Grafiker Ulrich Güssow (1907–1949) gilt als ein feinsinniger Vertreter im Umfeld der Neuen Sachlichkeit. Seine akademische Ausbildung begann im Jahr 1926 an der Staatlichen Hochschule für Bildende Kunst in Weimar unter Alexander Olbricht. Nach einem künstlerischen Zwischenstopp in Berlin kehrte er 1929 nach Weimar zurück, um sich bei Walter Klemm weiterzubilden. Ein einjähriger Studienaufenthalt in Italien zwischen 1933 und 1934 prägte seine visuelle Wahrnehmung nachhaltig. Ab 1935 wählte Güssow die Universitätsstadt Jena als seinen festen Lebens- und Schaffensmittelpunkt. Sein schmales, erhaltenes Werk konzentriert sich vor allem auf Porträts, Damenstudien und Akte, zu deren herausragenden Beispielen das ausdrucksstarke „Bildnis der Franziska Lohmann“ zählt. Stilistisch zeichnen sich diese Arbeiten durch klare, präzise Konturen sowie eine betont sachliche und distanzierte Bildkomposition aus. Nach seinem frühen Tod im Jahr 1949 tauchen seine Aquarelle und Gemälde heute vereinzelt auf dem Kunstmarkt auf.